3. Mai 2018

Liebe Leserinnen und Leser,

wieder einmal wird das Kreuz missbraucht. Diesmal vom bayrischen Ministerpräsidenten, der wohl auf einen Vorteil im Wahlkampf schielt. Ich dachte, die Zeit des Kämpfens mit dem Kreuz gegen andere sei glückendlich vorbei.

So oft vom Kreuz geredet wird, beheimatet es uns nicht in Amtsstuben und staatlichen Einrichtungen. Das Kreuz beheimatet uns in der Hand Gottes, die einen Menschen hält, selbst wenn sonst nichts mehr Halt gibt.

Weit macht das Kreuz! Wie ein Mensch seine Arme für andere öffnet. Es nötigt zum Hinhören, nicht zuletzt auf Protest und Klage. Das Kreuz durchkreuzt Ausgrenzung.

 

Jesus rief auf, das Kreuz zu tragen wie er selbst. Einer trug es dann sogar für Jesus. Das Kreuztragen ist mühsam, es ist ein starkes Zeichen der tragfähigen Solidarität. Das Aufhängen ist das nicht. 

Dieter Tometten

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